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Mit Fertigstellung des Anbaus im Oktober 2006 wurde eine Wohngemeinschaft mit elf an Demenz erkrankten Menschen errichtet. Nachstehend wird ein Ausschnitt des Konzeptes dargestellt. Ausschnitt aus dem Wohnkonzept für demenzkranke Menschen Das Wohnkonzept, welches parallel zum Hausgemeinschftskonzept entwickelt wurde, soll den zukunftsorientierten Rahmenbedingungen in der Dementenbetreuung gerecht werden, es gibt den Menschen in der Wohngruppe, die in einem wohnlichen gruppenorientierten Milieu betreut werden, ein neues zu Hause. Die klein-geräumige, familienähnlich organisierte Einheit schafft ein Milieu, das zur besseren Bewältigung des Krankheitsverlaufes verhilft. Das Konzept setzt auf das Miteinander der Bewohner, auf die Förderung sozialer Beziehungen und den Erhalt der Selbständigkeit, soweit es das Krankheitsstadium zulässt. Die Wohngemeinschaft besteht aus elf Plätzen und ist im Erdgeschoß angegliedert. Die milieutherpeutische Ausrichtung basiert wesentlich auf den vertrauensvollen und respektierenden Umgang des Personals mit den Bewohnern und es beinhaltet einen strukturierten Tagesablauf, der wiederum auf der Kenntnis der Gewohnheiten des Bewohners beruht (Biographiebezogenheit). Ein weiterer Bestandteil in dem Pflegekonzept ist die Wohnumgebung, die überschaubar gestaltet ist und im Rahmen der alltäglichen Verrichtungen im gemeinschaftlichen Wohn-Küchenbereich zur hauswirtschaftlichen Mitgestaltung einlädt, so werden die alltäglichen Verrichtungen wie Mahlzeiten vor- und nachbereiten, abspülen, reinigen, Wäscheverteilen von den Bewohnern übernommen. Des Weiteren werden therapeutische Ansätze individuell in Absprachen mit der Ergotherapeutin, Krankengymnastin und Gedächnistrainerin durchgeführt Zusätzlich wurde ein Demenzgarten errichtet. Die Hochbeete laden zum fühlen, riechen und bepflanzen ein. Die breiten Wege geben Sicherheit und führen den Bewohner immer wieder zur Wohngruppe zurück. Der Wasserlauf vermittelt ein Wohlgefühl und sorgt für eine entspannte Athmosphäre.
Hier einige Kinder aus der KIKA, die seit dem 01.10.2006 im Haus eingezogen sind. Die Kindergartengruppe bestehend aus 25 Kindern ist Aussengruppe des Nachbarkindergartens der kath. Kirchengemeinde. Auschnitt aus dem Konzept: Ganzheitliches Gedächnistraining (GGT) Ziel des Projektes ist im Marienstift wie auch in der Kindertagesstätte ein Zusammenkommen verschiedener Generationen auszubauen. Das angestrebte Projekt fordert Kinder und ältere Menschen zum gemeinsamen Tun und Erleben auf. Übungen zur Wahrnehmung, Konzentration, Merkfähigkeit, Wortfindung, Fantasie und Kreativität sowie Bewegungs- und Entspannungsübungen sprechen beide Generationen stark an. Gemeinsam mit Jung und Alt, - Das heißt gerade für die Jüngeren, höflich zu sein, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft zu üben, Spielregeln einzuhalten, andere ausreden zu lassen, obwohl es manchmal ein bisschen länger dauert, und so sich Gefühlen zu öffnen. „Vielleicht eine Oma einen Opa zu haben, mit der/dem man reden kann, die/der zuhören und staunen kann, der einen in den Arm nimmt“, ist ein Bestreben. Gemeinsames Gedächtnistraining bedeutet: voneinander lernen und miteinander gemeinsam auf diese Welt neugierig sein und bleiben. Für die Zukunft ist angedacht, die genannten Synergieeffekte zu nutzen und daraus aufbauend weitere Aktivitäten und Angebote für Jung und Alt umzusetzen.
Eine weitere Leistung für demenziell erkrankte Bewohner im Rahmen der segregativen Tagesbetreuung Auf allen drei Wohnbereichen befindet sich jeweils eine Dementengruppe mit ca. 7 Bewohnern, die einen gesonderten Tagesablauf haben. Diese Bewohnergruppen erhalten eine Die besondere Betreuung unserer demenziell veränderten Bewohner beginnt bereits bei der morgendlichen Pflege. Das Frühstück wird gemeinsam an einem gedeckten Tisch eingenommen. Die Betreuungsangebote orientieren sich grundsätzlich an den Ressourcen, an der jeweiligen Tagesform und der Stimmung der Bewohner. Darüber hinaus werden die jeweiligen Fähigkeiten, Interessen und die individuelle Ausdauerfähigkeit der einzelnen Bewohner berücksichtigt. Die Auswahl der Angebote berücksichtigt individuelle biografische Elelemente, wie z. B. Singen, Musikreise mit Akkordeon und Musik hören, Vorlesen, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, 10-Minuten-Aktivierung nach Hackenberg, Feste und Feiern innerhalb und ausserhalb des Hauses. An verschiedenen Nachmittagen kommen alle demenziell veränderten Bewohner zu einem gemeinsamen Beschäftigungsangebot zusammen, auch hier wird auf die jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnisse Rücksicht genommen. Die Beschäftigungsangebote werden auch am Wochenende angeboten. Die Kommunikation ist den Fähigkeiten des Bewohners angepasst (validierene Begleitung, basale Stimmulation). Beziehungsarbeit findet sowohl in der Grund- und Behandlungspflege als auch in der Sozialen Betreuung statt. Alle an der Betreuung beteiligten Mitarbeiter/innen, einschließlich Hauswirtschaftskräfte verfügen über fachliche Grundkenntnisse im Umgang mit demenzkranken Personen. Darüber hinaus werden ausgebildete Mitarbeiter/innen in der Gerontopsychiatrie eingesetzt. Ziel der Leistung ist, dass der Bewohner sich wohlfühlt (Geborgenheit und Sicherheit), dass er seine Ressourcen ausleben kann und seine Verhaltensauffälligkeiten reduziert. Desweiteren ist es unser Ziel pflegerischen Handelns, Fixierungen und freiheitsbeschränkende Maßnahmen zu vermeiden und sedierenden Medikamenteneinsatz zu reduzieren. | |||||||||||||||||||||
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